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Remembering : Forgetting

Ins Internet hochgeladene Privatfotos sollen mit Hilfe einer technischen Lösung ein Verfallsdatum bekommen.
Zur vollständigen Meldung bei Tagesschau.de und noch was bei Heise

Vergangenes Wochenende traf ich einen studierten Historiker, der jetzt eine Ausbildung als Archivar beginnt. Laut seiner Aussage wird dort gelehrt, wie man die 1-2% der staatlichen Archive identifiziert, die dauerhaft archiviert bleiben sollen. Der Rest wird… vergessen.

Der lächerlich niedrige Preis für die Speicherung wie auch der geringe Aufwand im Zeitalter der Digitalisierung verleitet dazu, “einfach mal zu Speichern”. Man könne ja in der Zukunft entscheiden, was man davon braucht.

Das Wortschatz-Projekt der Universität Leipzig wurde vor 5 Jahren verklagt, weil die automatisierte Erfassung auch von älteren Zeitschriftenartikeln zur Namensnennung eines Mörders führte. Zitat aus dem Anwaltsschreiben an die Uni:

nach Ableistung von vielen Jahren Freiheitsentzug ist die Entlassung meines Mandanten für die nächste Zeit ins Auge gefasst. Es muss meinem Mandanten möglich gemacht werden, sich wieder in das normale Leben einzufügen. Sie machen dies mit Ihrer Berichterstattung, für die es so viele Jahre nach Verurteilung meines Mandaten keinen Grund mehr gibt, unmöglich.

Ich empfehle den Vortrag die Mediation von Viktor Mayer-Schönberger zu seinem Buch Delete: The Virtue of Forgetting in the Digital Age. An Hand toller Beispiele hat er mich ganz schön zum Nachdenken angeregt. Darüber, dass zu Speichern auch vor sich selbst Verstecken gehört, wie die Speicherung von allem zum Standard wird und, dass Vergessen zum Vergeben gehört.

Ich hab in den letzten Jahren immer mal wieder “Archiv 200x”-CDs erstellt mit Backups meines Mail-Verkehrs und Fotodateien. Wo die CDs allerdings in der Zwischenzeit gelandet sind… Mein GMX-Freemail Posteingang ist seit einem Jahr so voll, dass GMX automatisch von hinten zu löschen anfängt. Digitales Vergessen quasi.

Mein Digitales Online-Archiv hat ja MemoLane entstaubt. Der tolle Online-Dienst visualisiert die Daten in Konten auf anderen Online-Diensten (Flickr, Facebook, Twitter…) in einem Zeitstrahl. So habe ich alte Bilder aus 2003 wiederentdeckt. Bitte für Beta-Invite einfach im Kommentar nachfragen.

Wie geht ihr damit um? Was speichert ihr? Liegen eure visuellen Fotoerinnerungen auf der Platte oder kennen Picasa oder Flickr eure persönlichen Momente? Schaffen es eure alten SMS auf’s neue Handy?

1337 Zufall

Heutiger Dollarkurs:

Heute auf Heise News:
Googles Sicherheits-Update 8.0.552.237 für Chrome schließt 16 Sicherheitslücken, (…). Das Auffinden der Lücke wurde mit 3133,7 US-Dollar prämiert, Empfänger ist der Entwickler Sergey Glazunov. (…) Glazunov hat diesmal ohnehin richtig abgesahnt: für drei weitere Lücken erhielt er jeweils 1000 US-Dollar und für noch eine weitere sogar 1337 US-Dollar.

Die musikalische 2010 Revue

Die Hype Machine hat ein tolles Musikblog mit Rückblick auf die Musiktrends 2010 erstellt. Die “Top Songs”-Mixes von fünf Künstlern/Gruppen finde ich spannend, weil sie einige Lieder ungewohnt und unerwartet gegenüberstellen. Reinhören!

Anonymous
Der deutsche Verkehrsminister

warnt, auf deutschen Autobahnen könnte es in diesem Jahr noch Tote geben. Auf der Verkehrsministerkonferenz fordern Politiker von Union und SPD eine ausnahmslose Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h. “Wer sich jetzt noch gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung wehrt, hat die Bedrohungslage nicht verstanden”, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Karen
Weihnachten lauert überall…

Ich nenne dieses Bild: “Maskierte Horde, die einer unschuldigen Bürgerin beim Geldholen auflauert“.

Karen
Eheverbot

aktuell vorm Standesamt Leipzig

Eheverbot vorm Standesamt Leipzig

Karen
Stop beeing blind…

… become a bird!
(gesehen und drüber gefreut auf einem Zebrastreifen am Dorotheenplatz)

Karen
Redewendungen und Geschlechtskrankheiten

Es gab Streit.
Aufgeregt sagt man(n) zu mir:
“… das ist doch eine Syphilis-Aufgabe.”

Einfach so…

…und auch weil es irgendwie zum Blog-Header passt. August 2010 am Cospudener See.

Karen
Froh zu sein, bedarf es wenig

Der gemeine Deutsche ist nicht fröhlich? Kann nicht aus sich heraus gehen? Nun,… scheinbar doch – wenn er dafür bezahlt wird. Wartet der Mensch womöglich tagtäglich nur auf die Bitte eines Dritten, fröhlich zu sein?

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