Papi, warum hat die Frau hinter dir so wenig an?

Gerne erinnern sich sicher noch altgediente Mitarbeiter des Finanzministeriums and die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen 2000 (Stichwort “Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Schulden”). Kein Mobilnetzanbieter wollte damals leer ausgehen und so steigerten sich die sechs siegreichen Mitbieter auf insgesamt 98,8 Milliarden DM hoch. Man versprach sich blühende Telefonlandschafte und die Killerapplikation sollte die Videotelefonie werden. Und wie sieht es jetzt aus, knapp 3 Jahre nach der kommerziellen Verfügbarkeit von UMTS in Deutschland? Ich kannte bis vor zwei Wochen noch keinen, der je ein Videotelefonat geführt hat.
Am einfachsten klappt es bei Vodafone: Videotelefonie steht allen Vodafone-UMTS-Kunden mit Laufzeitvertrag in alle nationalen Netze zum Sprachpreis zur Verfügung: Preise/Taktung entsprechen immer den jeweiligen Konditionen des Tarifs für ein entsprechendes Sprachtelefonat (HappyOptionen und etwaige Inklusiv-Minuten werden angerechnet).
Weitaus kompizierter ist es da mit E-Plus: Tagsüber (günstiger abends/nachts und am Wochenende) netzintern für 80 Cent, 1,20 € werden in Fremdnetze fällig und all das auch nur nach vorheriger Freischaltung. Wer pro Monat 5 € mehr für eine Videooption zahlt, drückt diese Beträge leicht (0,60 netzintern/0,80 in Fremdnetze).
Bei O2 hingegen fallen ins eigene Netz 0,69 €, in andere dt. Mobilfunknetze 0,99 € an.
Übrigens: 2008 stehen wieder UMTS-Frequenzblöcke in Deutschland zur Versteigerung, rechtzeitig zur neuen Killerapplikation DVB-H.


4. Dezember 2007 um 10:22
Tja, so ähnlich dachte ich mir das bei E-Plus. Ähnlich sieht es bei Datenoptionen aus. Anscheinend gibt es da den günstigsten Tarif für 5 Euro Aufpreis. Und dann hat man glaub ich 5 MB Datenvolumen. Find ich nicht so sinnvoll…